Einleitung und Überblick



Leuchtmittel in fast allen Formen und mit nahezu sämtlichen Fassungen sowie angenehmes warmweißes Licht haben die LED-Technik salonfähig gemacht. Enorme Langlebigkeit sowie große Einsparungen im Stromverbrauch machen die oft teuren LED-Leuchtmittel langfristig auch finanziell attraktiv.


Während die LED-Technologie (engl. für light emitting diode oder lichtemittierende Diode) vor wenigen Jahren noch vorrangig in der Beleuchtung von Anzeigen technischer Geräte anzutreffen war, tritt die neue Lichttechnik auch in der Raumbeleuchtung längst ihren Siegeszug an. So gehören LED-Birnen in nahezu allen Arten von Lampen und Beleuchtungen inzwischen zum Standard. Die Vielfalt der Fassungen, die Helligkeit der LED, die Lichttemperatur bzw. Lichtfarbe sind unübersichtliche Eigenschaften, weshalb dieser Ratgeber einen Überblick und Entscheidungshilfe bieten soll.
 

Schritt 1: Formen und Fassungen der LED-Leuchtmittel



In unzähligen Varianten und mit einer großen Vielfalt an Sockeln beziehungsweise Fassungen können LED Leuchtmittel erworben werden. Hierbei entsprechen die Fassungen und Sockel oftmals denen der bekannten älteren Leuchtmittel und Leuchten. Inzwischen liegen für nahezu sämtliche Glühbirnen, Halogenstrahler und sonstige Leuchtmittel Alternativen auf LED-Basis vor.

Für viele Verbraucher, die auf LED umsteigen möchten, sind daher vor allem solche LED Leuchtmittel interessant, die in ältere Leuchten eingebaut werden können. Auch die Formen der LED Leuchtmittel sind oft denen alter Glühbirnen nachempfunden. Hier wird von Retrofit-Lampen gesprochen. Hinsichtlich Fassungen liegen hier etwa die altbekannten E27- und E14-Standards vor. Aber auch die Fassungen von Spot-Leuchtmitteln, etwa GU10, G9, G5.3, G4,. sind neben vielen weiteren erhältlich.

Während der deutlich höhere Preis der LED-Leuchtmittel zunächst abschreckend wirken mag, wird dieser durch den erheblich geringeren Stromverbrauch und die Lebensdauer im Durchschnitt von zu 25000h Leuchtstunden relativiert.
 

Schritt 2: Helligkeit der LED-Leuchtmittel



Die Helligkeit der LED wird in der SI-Einheit des Lichtstroms, also in Lumen gemessen. Die früher oft zum Vergleich der Helligkeit herangezogene Watt-Zahl ist nicht mehr geeignet, da sich die Lichtausbeute verschiedener Leuchtmittel wie herkömmliche Glühbirnen, Halogen- oder LED-Lampen stark unterscheidet. Vergleichbar ist allerdings die Lumen-Zahl. So hat die klassische 40-Watt-Glühbirne einen Lichtstrom von etwa 410 Lumen. Wer darauf achtet, dass die LED mindestens 410 Lumen aufweist, stellt sicher, dass die Helligkeit der LED mindestens der einer 40-Watt-Glühbirne entspricht.

Die Eigenschaften von Leuchtmitteln sind heute verpflichtend auf der Verpackung zu kennzeichnen, so auch die Lumen-Zahl, so dass die Vergleichbarkeit der Helligkeit der LED immer gegeben ist. Als Faustregel zur Berechnung der benötigten Lumen-Zahl ist es hilfreich, die Watt-Zahl der herkömmlichen Glühbirne mit 10 zu multiplizieren. Das Ergebnis entspricht der Lumen-Zahl, damit die Helligkeit der LED der Helligkeit der herkömmlichen Birne entspricht.
 

Schritt 3: Lichttemperatur bzw. Lichtfarbe



Die Frage nach der angemessenen Lichttemperatur bzw. Lichtfarbe ist gerade in Bezug auf LED wichtig, denen oft der Ruf eines kalten und ungemütlichen Lichts anhaftet. Ausschlaggebend für die Wahrnehmung des Lichtes als "kalt" oder "warm" ist die Lichttemperatur bzw. Lichtfarbe. Die Temperatur wird in der Einheit Kelvin angegeben und betrug bei den ersten LED-Leuchtmitteln 3.000 Kelvin. Diese Lichttemperatur bzw. Lichtfarbe wird oft als kühl und bläulich empfunden.

Reguläre Glühlampen haben hingegen eine Farbtemperatur von meist 2.700 Kelvin, was für ein "wärmeres" Lichtempfinden sorgt. Inzwischen sind längst auch LED-Leuchtmittel dieser Farbtemperatur bzw. Lichtfarbe auf dem Markt, so dass sich diese Technik auch für die angenehme Wohnungsbeleuchtung eignet.

Allerdings ist es auch eine Frage persönlicher Präferenz, welche Lichttemperatur bzw. Lichtfarbe bevorzugt wird. So ist in Büroräumen oder als Lesebeleuchtung für viele Nutzer eine Lampe mit 3.000 Kelvin Farbtemperatur angenehmer.