29.Jan.2017 - Wie umweltfreundlich LED-Lampen tatsächlich sind

Wie umweltfreundlich LED-Lampen tatsächlich sind 



Was den Energieverbrauch angeht, gelten LED-Lampen als derzeit optimale Beleuchtungslösung. Um die Umweltfreundlichkeit von LED-Lampen aber richtig beurteilen zu können, müssen aber noch andere Aspekte herangezogen werden. Hier sollte der ganze Lebenszyklus der Lampen betrachtet werden, von der Beschaffung der Rohstoffe bis hin zur Entsorgung der Leuchtmittel. In diesem Zusammenhang sei das Wort Gesamt-Ökobilanz genannt, in die nicht nur energierelevante Faktoren einfließen, sondern auch die Materialbeschaffung, der Transport und natürlich die Entsorgung nach dem Gebrauch.

Zur Beschaffung der notwendigen Materialien und Rohstoffe

Das wichtigste Bauteil der Lampen ist die LED bzw. Leuchtdiode. Es handelt sich hier um ein elektronisches Bauteil, das aus einem Halbleiterkristall und verschiedenen Metallen sowie Kunststoffen besteht. Während das Bauteil von einem elektrischen Strom durchflossen wird, erzeugt es Licht. Es verhält sich dabei wie eine herkömmliche Diode, welche den Strom nur in einer Richtung fließen lässt. Die Gewinnung der Rohmaterialien für die LEDs gilt als relativ energieintensiv. Es werden seltene Materialien benötigt. Außerdem belastet der Abbau dieser Materialien die Umwelt in nicht unerheblicher Weise. Allerdings werden verschiedene Metalle und andere Rohstoffe für die Halbleiterbauteile auch in Energiesparlampen, LCD Anzeigen oder Plasmabildschirmen eingesetzt. Für die Produktion von LED-Lampen wird nur ein geringer Teil der Förderung benötigt.

Die Produktion und der Transport von LED Lampen

Laut einer US-Studie wird innerhalb eines Lebenszyklus einer LED-Lampe nur etwa ein Viertel so viel Energie verbraucht wie bei einer Glühlampe, wobei der größte Teil des Energieaufwandes durch die Verwendung stattfindet. Nur ein kleiner Teil von etwa zwei Prozent des anfallenden Energieverbrauchs entfällt auf die Produktion der LED-Lampen. Ähnlich sieht es auch beim Transport der Lampen bis zum Endverbraucher aus. Der noch geringere Anteil von weit unter einem Prozent fällt bei der Energiebilanz so gut wie gar nicht ins Gewicht.

Der Hauptvorteil: der Energieverbrauch beim Gebrauch der LED Lampen

Punkte sammeln können LED-Lampen vor allem beim eigentlichen Gebrauch als Leuchtmittel. Im Vergleich zu Glühlampen oder Energiesparlampen schneiden LEDs hier besonders gut ab. Sie gelten derzeit als effizienteste Leuchtmittel, betrachtet man den Energieverbrauch, die Lichtleistung in Lumen pro Watt und natürlich die Lebensdauer. Bereits ein paar einfache Zahlen machen den Vorteil der LED-Lampen deutlich: So kann eine Glühlampe mit einer Leistung von 40 Watt problemlos durch eine LED-Lampe mit nur rund 4,5 Watt Leistung ersetzt werden. Verwendet man eine Energiesparlampe mit Leuchtstoffröhre, so benötigt diese bereits fast das Doppelte an Leistung. LED-Lampen erreichen also eine sehr hohe Energieersparnis von weit über 80 Prozent. Auch bei der Lebensdauer können LED-Lampen punkten. Erreicht eine Glühbirne in etwa eine Lebensdauer von 1000 Betriebsstunden, so sind dies bei einer LED schon bis zu 25.000 Stunden. Der Unterschied zu anderen Leuchten besteht darin, dass LEDs langsam in ihrer Leuchtkraft abnehmen, also oft nicht mit einem Schlag komplett ausfallen, wie dies bei anderen Leuchtmitteln der Fall ist. Allerdings kann es bei LED-Lampen zum Ausfall einzelner LEDs und somit zu einer deutlichen Verringerung der Lichtleistung kommen.

Die Entsorgung der Leuchtmittel

Bei den LED-Lampen kommt es hauptsächlich auf eine fachgerechte Entsorgung an. Sie hat einen erheblichen Einfluss auf die Umweltbelastung und damit die Ökobilanz. LED-Lampen sollten an Sammelstellen abgegeben werden, sodass wertvolle Metalle wie Indium, Gallium, Germanium, Cadmium und nicht zuletzt Aluminium aus den Bauteilen zurückgewonnen und wieder verwertet werden können. Durch das Recycling können diese Stoffe auch nicht in die Umwelt gelangen, was zum Beispiel bei der Entsorgung im Hausmüll der Fall ist.

Zum Stand 2017:

Bisher waren es die großen Kühlkörper sowie die gesamte Menge benötigter Metalle, die der Umweltbilanz von LED-Lampen schadeten. Nach dem neuesten Stand der Fertigungstechnik lassen sich jedoch heutzutage etliche Tonnen an Aluminium sowie vielen anderen Metallen und anderen Stoffen einsparen. Hierdurch wird das spätere Recycling nach dem Gebrauch der Leuchtmittel wesentlich vereinfacht. Die notwendigen Kühlkörper beispielsweise konnten ebenfalls soweit verbessert werden, dass nur noch rund die Hälfte an wertvollen Materialien für sie notwendig ist. Außerdem ist auch das hierfür verwendete Aluminium ein Recyclingmaterial. LED-Lampen werden immer häufiger in Deutschland gefertigt, wodurch auch die Transportkosten und hiermit verursachte CO2-Emissionen deutlich verringert werden. 

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